Die zwei reichsten deutschen Familien besitzen mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der deutschen Bevölkerung, also als 41,5 Millionen Menschen. Quelle: Linartas 2021.

3 years ago by juergen to c/dach

Der Titel ist ein Zitat von der Webseite ungleichheit.info. Weitere Zitate:

Die Rechnung ist leicht aufgestellt: Das gesamte deutsche Nettovermögen beträgt laut Statistischem Bundesamt 13 Billionen Euro. 0,5 Prozent davon sind 65 Milliarden Euro – und damit weniger als das Vermögen der beiden reichsten Familien Deutschlands: 38,4 Milliarden Euro, die Beate Heister und Karl Albrecht Junior besitzen (Aldi-Erben) und 33,2 Milliarden Euro, über die Klaus Michael Kühne verfügt (Kühne-Erbe). Zusammen besitzen diese Erben 71,6 Milliarden Euro und damit mehr als 41,5 Millionen Menschen in Deutschland.

Auch ein krasses Zitat bzgl der Weltbevölkerung:

Die reichsten 252 Männer haben mehr Vermögen als alle 1 Milliarde Frauen und Mädchen in Afrika, Lateinamerika und der Karibik zusammen. | Quelle: Oxfam 2022.

Geruchsverbot 72 points 3 years ago

Die sind halt besonders fleißig

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cedeho 52 points 3 years ago

Erinnert mich an ein Zitat von einer Quandt-Erbin auf irgendeinem Magazin "das Geld fliegt einem nicht einfach so zu". Ja genau. Fick dich. Vermögenssteuer jetzt, bevor die Gesellschaft implodiert.

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Ooops 20 points 3 years ago

Vermögenssteuer jetzt, bevor die Gesellschaft implodiert.

Und 'ne vernünftige Erbschaftssteuer, die nicht Menschen mit kleinem Geld arm macht aber die Übertragung riesiger Vermögen an die Kinder ermöglicht, direkt danach, bevor noch einer von denen wagt, vor Schreck über die Vermögenssteuer zu versterben.

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Syndic 12 points 3 years ago

Und selbst wenn man vom Erbe mal absieht, ab einem gewissen Vermögen (so 10+ Millionen) fliegt einem das Geld sehr wohl von Investitionen zu. Das ist halt das praktische wenn man genug Geld hat um sich nicht mehr um so Sachen wie Essen, Miete und andere Basisbedürfnisse kümmern zu müssen, dann kann man viel davon so investieren, dass das Geld selber für sich arbeitet.

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cedeho -1 points 3 years ago

Wooooosh

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Syndic 2 points 3 years ago

Was? Ich bin ja deiner Meinung habe es lediglich ein bisschen mehr ausgeführt.

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geizeskrank 9 points 3 years ago

Einfach mal den Hennecke machen und dann wird's auch was mit der Million.

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ProcurementCat 59 points 3 years ago
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DrunkenPirate 33 points 3 years ago

So sehr ich dir auch zustimme, dass Geld korrumpiert und schnell das ganze Denken bestimmt, so anders sehe ich das Hals nicht vollkriegen.

Das eigenartige an Vermögen in unserem System ist, dass es umso leichter sich vermehrt, umso mehr du schon hast. Es gibt Skalierungseffekte. Viele sehr renditeträchtige Projekte, haben viele Anfangskosten. Zb ein Windrad. Kostet sagen wir mal 10 Mill und erwirtschaftet später insgesamt 20 Mill. Die 10 Mill bekommst von nem Reichen per Überweisung mit ein paar Überzeugungstreffen. Von so Normalos wie uns, da brauchst ein Crowdsourcing mit wahnsinnig viel Aufwand um von 5.000 Leuten die 10 Mill zu bekommen. Natürlich gehen die erstmal zu den Reichen anklopfen.

Für die kleinen Leute bleiben nur die Brotkrümmel zum Investieren und Sparen über. Die Mahlzeit wird den Reichen bereitet, da weniger Aufwand.

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hstde 5 points 3 years ago

"die erste Millionen ist die schwerste."

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TeddyPolice 1 point 3 years ago

so anders sehe ich das Hals nicht vollkriegen.

Bei der Ankündigung hätte ich jetzt irgendwie erwartet dass du erklärst inwiefern du das anders siehst. Kommentiert hast du dann aber was anderes.

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DrunkenPirate 0 points 3 years ago

Stimmt. Ich glaube, Geld vermehren ist für die so wie für einen Briefmarkensammler neue Briefmarken zu sammeln. Man braucht keine weiteren mehr und hat schon genug, aber naja man kennt dich halt damit aus und da ist grade ne ganz besondere Marke.

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Tiptopit 10 points 3 years ago

Naja, als Erbe ist es halt eine sehr einfache Entscheidung so viel Geld zu bekommen.

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Ooops 56 points 3 years ago

Und die hier genannten (und unwesentlich kleinere) Unternehmen werden uns dann gerne als "Familienunternehmen" als deutscher Mittelstand verkauft.

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letmesleep 11 points 3 years ago

Naja, es sind in der Tat Familienunternehmen, nur halt sehr große. Diese Art des Besitzes hat in der Tat Vorteile gegenüber "unpersönlichen" Aktiengesellschaften in Streubesitz. Bei letzteren ist das Risiko, dass die Führung zu kurzfristig plant vermutlich schon größer. Familienunternehmer planen zumindest in der Theorie langfristiger, weil sie zukünftige Generationen im Blick haben.

Dass heißt natürlich nicht, dass man einfach auf Erbschaftssteuern etc. verzichten soll, aber es gibt schon Argumente diese Unternehmen schützen zu wollen. Vielleicht sollte man sich eher darauf konzentrieren Art. 14 Abs. 2 GG durchzusetzen: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

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Wirrvogel 4 points 3 years ago

Vielleicht sollte man sich eher darauf konzentrieren Art. 14 Abs. 2 GG durchzusetzen: “Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.”

Und zusätzlich muss man dann halt feststellen, dass eine einzelne Person, ab einem gewissen Vermögen, der Verpflichtung nicht mehr nachkommen kann und es undemokratisch wäre, wenn eine so große Verpflichtung nur von einer Person gesteuert würde und daher den Überschuss wieder auf die Gemeinschaft und die Demokratie verteilen.

Selbst wenn die Superreichen riesige Summen spenden, entscheiden sie nämlich an wen und wann und unter welchen Bedingungen, wenn sie nicht gleich Stiftungen gründen, was nur heisst dass es immer noch ihr Geld ist, weil sie über die Stiftungen bestimmen, noch verrückter wenn es eine Stiftung ist die auch Geld von den Bürgern einsammelt.

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butterfly 5 points 3 years ago

Meiner Meinung nach sollte ab einer gewissen größe von Firmen oder einer bestimmten Menge an werthaften Besitz dieser entweder neu aufgeteilt werden oder in staatliche Verwaltung übergehen.

GG Artikel 14 (2) ist für mich der erste Schritt dahingehend.

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A2PKXG 27 points 3 years ago

Die meisten besitzen einfach gar nichts.

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Takios 15 points 3 years ago

Oder weniger.

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Shunned_Marble4378 6 points 3 years ago

Oder mehr.

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Tiptopit 7 points 3 years ago

Oder exakt so viel

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peppersky 27 points 3 years ago

1% der Menschen besitzt 90% der Welt. 9% der Menschen besitzen 10% der Welt. <- Du bist (wahrscheinlich) hier. 90% der Menschen besitzt nichts.

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agarorn 19 points 3 years ago

Schon 2018 hast du knapp 100k Dollar gebraucht um in den top 10% der Welt zu sein. Jetzt ist es bestimmt 120k+. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu.

https://www.cnbc.com/...

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A2PKXG 6 points 3 years ago

Stand 2022: (aus dem 2023 Report)

USD 137,333 was required to be a member of the top 10% of global wealth holders

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occhineri 5 points 3 years ago

Das ist in dieser Grössenordnung gar nicht mehr so einfach zu differenzieren: Wenn du mit einem durchschnittlichen Gehalt jahrelang sparsam und bescheiden lebst, kommst du in unseren Breitengraden schon mal auf so eine Summe. Kannst dir aber u.U. kein Wohneigentum leisten weil dein Einkommen zu tief ist. Wenn hingegen das Einkommen stimmt und du dir Wohneigentum kaufst, verschuldest du dich und deine Bilanz rutscht ins Minus. Ersterer Lebensentwurf führt also zu mehr "Reichtum", auch wenn man unter dem Strich schlechter dran ist.

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A2PKXG 5 points 3 years ago

In der Bilanz steht das Wohneigentum auf der Seite der Aktiva, und sollte im besten Fall mehr wert sein als die Schuld. Es bleibt ein positives Eigenkapital, was sich mit Tilgung des Kredits dem Immowert annähert.

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occhineri 2 points 3 years ago

Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass wenn ein Institut wie die CS so eine Studie herausgibt, die Ergebnisse grundsätzlich hinterfragt werden sollten. Es soll hier suggeriert werden, dass auch wir Ottos zu den Ausbeutern gehören, da wir schnell einmal unter die reichsten 10% rutschen können. 100'000 sind zumindest für Schweizer Ottos durchaus realistisch. Was aber natürlich kompletter Schwachsinn ist, da weder die Kaufkraft noch die Lebensumstände berücksichtigt wurden und so ein Vergleich deswegen rein gar nichts aussagt. Denn auch die Sebastians unter den Schweizer Ottos werden nie zu jenen gehören, die von ihrem Kapital leben können. 10% hin oder her.

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theodewere 2 points 3 years ago

also, wir besitzen ja Schulden in grossen Mengen..

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geizeskrank 4 points 3 years ago

Schulden sind nur negatives Geld ¯⁠\⁠(⁠°⁠_⁠o⁠)⁠/⁠¯

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theodewere 1 point 3 years ago

ach ja, genau.. ist ja alles Wannsinn sowieso nicht.. billions..

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iamkindasomeone 19 points 3 years ago

Und sobald jemand das System abzweifelt: aber die DDR hat auch nicht funktioniert!!

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wellnowletssee 15 points 3 years ago

Das Problem ist nicht, dass diese Menschen so viel Vermögen besitzen. Es ist eher das Problem des Systems um sie herum, das diesen Zustand erlaubt. 

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silent2k 9 points 3 years ago

Genau das ist das Problem. Die Kohle fehlt dem Volk dann einfach.

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geizeskrank 11 points 3 years ago

Ich hatte sogar mal Grafiken in denen dargestellt wurde, dass die unteren 30% negatives Vermögen haben, fand das recht ansehnlich.

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redballooon 1 point 3 years ago

Immerhin kannst du das Erbe eines negativen Vermögens ausschlagen.

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Nacktmull 10 points 3 years ago
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gencha 7 points 3 years ago

Ja okay, dafür haben sie uns zur NS-Zeit aber auch gut unter die Arme gegriffen! /s

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arappathor 3 points 3 years ago
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electrogamerman 2 points 3 years ago

Die sollten eine ganz große Steuerung bezahlen!

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the_seven_sins 1 point 3 years ago
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silent2k -3 points 3 years ago

Wo kommt jetzt nochmal der hass auf den staat und damit das aufkommen der afd her?

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neolazy -22 points 3 years ago

Und wo ist das Problem?

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redballooon 1 point 3 years ago

Schlechte Verteilung des Vermögens.

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Nacktmull 1 point 3 years ago
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Aequitas 1 point 3 years ago

Das Problem ist, dass es unfassbar viel individuelles Leid gibt, das durch mehr Vermögen bei diesen Individuen sofort zu beheben wäre, gleichzeitig einige mehr Vermögen haben, als sie und ihre Enkel in 50ster Generation jemals benötigen, selbst wenn sie ein absurd luxuriöses Leben führen und man die weitere Vermehrung etwa durch Zinsen komplett ausblendet.

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