Kann ein Arbeitgeber sich weigern, eine Bescheinigung meiner Krankenkasse über meine Krankheitstage mit Attest anzuerkennen?

24 days ago by hammrd to c/fragfeddit

Ich verstehe meinen Arbeitgeber nicht: Er will ausschließlich gedruckte AUs, eine Bescheinigung meiner Krankenkasse, in dem die Tage bestätigt werden, an denen ich mit Attest krankgeschrieben war, reicht ihm nicht aus.

Ich sehe da keinen Unterschied.

Ich war in mehreren Praxen, in denen komplett digital gearbeitet wird und keine gedruckte AUs ausgestellt werden, was ich logisch finde, es gibt elektronische AUs in Deutschland seit 2023.

Ist was mein Arbeitgeber verlangt normal?

lemmylommy 12 points 24 days ago

AFAIK sind AG verpflichtet, die eAU zu nutzen, wenn sie eine haben wollen. Ich würde aber auf jeden Fall die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft empfehlen, wenn es schon bei so etwas seltsames Verhalten gibt.

path: 0 25914443, hotness: undefined, score: 12, children: 2
B0rax 6 points 23 days ago

Schau mal in OPs Historie, das ist nicht das einzige seltsame Verhalten des AG, eine Gewerkschaft ist hier definitiv empfehlenswert

path: 0 25914443 25919533, hotness: undefined, score: 6, children: 1
EyIchFragDochNur 3 points 23 days ago

Private Rechtsschutzversicherungen gibt es auch günstiger, da hat man im Gegensatz zu Gewerkschaften auch freie Anwaltswahl. Außerdem gibt es auch Arbeitnehmernhilfevereine die nur geringe Jahresbeiträge erheben und dafür Beratung leisten.

Falls OP auch noch ein geringes Einkommen hat (und keine RS Versicherung oder Gewerkschaftsmitgliedschaft hat) kann man auch zum Amtsgericht und dort einen Beratungshilfeschein beantragen, damit wird noch max 15€ Eigenbeteiligung beim Anwalt fällig.

path: 0 25914443 25919533 25922443, hotness: undefined, score: 3, children: 0
death_to_carrots 8 points 24 days ago

Eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, abzuholen bei der Krankenkasse, ist vollkommen ausreichend.

path: 0 25914070, hotness: undefined, score: 8, children: 0
A_norny_mousse 4 points 24 days ago

Hört sich nach "Alter Mann beschimpft Wolken"-Syndrom an:

"Ja früher musste der Stift sich wenigstens ein bisschen Mühe machen um ein richtiges Attest zu bekommen, heutzutage kriegt's das einfach so über's Internet!"

(ich will OP damit nicht zu nahe treten, es geht mir nur darum das Syndrom zu stereotypisieren. Am besten mit bayrischem Akzent, ja?)

path: 0 25918205, hotness: undefined, score: 4, children: 0
aaaaaaaaargh 4 points 23 days ago

Arbeitgeber hier. Das Problem sind hier aus meiner Erfahrung leider die Krankenkassen selbst. Wir hatten die Situation mehrfach, dass digitale AUs angeblich nicht existierten/nicht eingegangen sind oder ähnliches. Als AG sitzt du dann auf den Kosten und da kommen gut und gern einige tausend Euro pro Krankheitsfall zusammen, wenn ein Arbeitnehmer über mehre Wochen ausfällt.

Das ist nicht fair und es sollte komplett digital funktionieren, finde ich auch, aber als Arbeitgeber bist du halt der, der den Deckel zahlen bzw. im Zweifel in Vorleistung gehen muss. Seitdem wir diese Misere und Bockigkeit der Krankenkassen selbst spüren mussten, gehen wir hier auch auf Nummer sicher, auch, wenn es total gegen meine Überzeugung geht.

path: 0 25919877, hotness: undefined, score: 4, children: 0
sascha 3 points 24 days ago
path: 0 25914093, hotness: undefined, score: 3, children: 0
fragfeddit
fragfeddit

@feddit.org

login for more options
795
267
232

go to feed...