Ich kann mich da anderen nur anschließen: Jeder sollte nach den eigenen Möglichkeiten handeln, dann aber auch nicht verurteilt werden, wenn der ethische Konsum mal nicht klappt.
Ich habe mal woanders einen guten Vergleich aufgeschnappt: Es ist besser, etwas halbärschig zu machen, als es überhaupt nicht zu machen. Beispiele: Es ist besser, die Zähne nur mit der trockenen Bürste zu putzen, als überhaupt nicht. Es ist besser, den Schlüpper oder das T-Shirt einmal im Waschbecken mit Spüli durchzuwaschen, anstatt es von vornherein nicht zu waschen oder gar zu wechseln. Es ist zwar nicht das Ideale, aber es ist immerhin besser als gar nichts.
Auf den ethischen Konsum, insbesondere Essen, würde das bedeuten: selbst, wenn man nur jede dritte Haupthmahlzeit zumindest vegetarisch ausgestaltest, dann ist das auf jeden Fall besser, als wenn jede einzelne Mahlzeit aus Fleisch besteht.
Und, wie auch schon von anderen gesagt worden ist: wenn man Klamotten so lange wie möglich trägt, dann ist es auf jeden Fall besser, als wenn man die Sachen nur eine Saison lang trägt. Das hängt natürlich auch von der Verarbeitungsqualität ab. Nach meiner Erfahrung trifft das aber auf billige und teure Klamotten gleichermaßen zu.
Viel wichtiger finde ich, dass man, wenn man Dinge kauft, hinterfragt, ob man diese wirklich benötigt (z.B. bei Produkten von Temu, die allesamt sehr verlockend sind, aber eigentlich keinen langfristeigen Nnutzen bieten).


