Grundwasser in der Region hat kaum von Regen profitiert

3 years ago by mettwurstkaninchen to c/dach

Die Regenfälle der vergangenen Wochen haben sich kaum auf die Grundwasserspiegel in der Rhein-Neckar-Region ausgewirkt. Das Wasser ist überwiegend an der Oberfläche abgelaufen.
Guildo 46 points 3 years ago

95 Prozent des Wassers seien oberirdisch abgeflossen, nur rund fünf Prozent im Boden angekommen.

Das wird noch schlimmer, wenn wir nicht endlich mehr begrünen. Das Waldsterben wird seinen Anteil haben. Es ist möglich eine Wüste wieder blühend zu machen, also können wir das auch noch drehen. Aber das geht nur, wenn es profitabel ist, weil wir im Kapitalismus leben. Also sehe ich schwarz.

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muelltonne 25 points 3 years ago

Nicht nur begrünen, sondern wirklich aktives Wassermanagement betreiben: Das Wasser läuft ja oberirdisch ab, aber eigentlich müssten wir es z.B. aktiv versickern lassen, indem wir es etwa bei starken Regenfällen in Mulden laufen lassen, die dann nach und nach ins Erdreich versickern.

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gandalf_der_12te 4 points 3 years ago

weil wir im Kapitalismus

ja, aber nicht mehr lange

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Guildo 4 points 3 years ago

weil die Menschheit untergeht? 😬

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MaggiWuerze 4 points 3 years ago

🤫 Nicht spoilern

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SirSamuelVimes -2 points 3 years ago

Deine Gedanken sind die richtigen, deine Schlussfolgerung ist zu pessimistisch und vor allem passiv.

Sprich die Politiker an, die Behörden, Bürgermeister. Frag Versiegelungsgrade an, Baumfällungen, Baumpflanzungen usw.

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Guildo 12 points 3 years ago

Unser Bürgermeister sagt wir sollen alle ein Bäumchen für 25€ kaufen. ☝️😎

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the_third 11 points 3 years ago
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Guildo 15 points 3 years ago

kp, aber hier wird sowieso nur gepfuscht und die Leute klatschen dann sogar noch. Ich war bei lokalen Veranstaltung zur Vorstellung der Konzepte und ich hab nur mit dem Kopf geschüttelt. Sogar ein Clown war da - kein Scheiß! Und es gab Freibier. Ich frag hier niemanden mehr, die machen sowieso nur das, was sie wollen. Unser Bürgermeister ist übrigens von der CDU.

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SirSamuelVimes 5 points 3 years ago

Echt? Das wäre soweit nicht mal verkehrt. Wenn ich mir ansehe, wie bei uns die Gärten in Wohnzimmer umgebaut werden, würde das auch schon zur Abhilfe beitragen.

Der Trend geht klar Richtung geschlossenem Golfrasen oder Zierkies mit Vlies-unterbau. Grenzhecken werden durch Doppelstabmatte mit Fotofolie ersetzt, um die letzten Quadratmeter rauszuholen. Alles was stärker als Nieselregen ist, fließt oberirdisch ab. Sträucher und Bäume gibt es immer weniger. Was durch Stürme zerstört wird, bleibt für immer weg.

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Guildo 10 points 3 years ago

Ich soll die Bäume für städtische und private Wälder kaufen, damit die diese in ein paar Jahren dann wieder abholzen können, um wieder Geld damit zu verdienen. Ich kriege dafür nichts. 😬 Da ist nichts ökologisch dran, das ist nur Kapitalbeschaffung. Und klar wäre Begrünung gut, aber hier gehts nur darum die bisherigen Schäden einigermaßen zu kitten, damit die Finanzierung der Stadt nicht leidet. Es muss viel, viel, viel mehr passieren.

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gandalf_der_12te 12 points 3 years ago

Es hat mit den Flussbegradigungen zu tun. Das Wasser fließt schneller ab. Es versickert nicht. Darum so wenig Grundwasser.

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runblack 10 points 3 years ago

Richtig. Und da ist nicht nur die Begradigung der großen Flüsse ein Problem sondern v.a. der Verlust nahezu jeglicher Rückhalteflächen im Hinterland durch Entwässerung/Nutzbarmachung für die Landwirtschaft...

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gandalf_der_12te 6 points 3 years ago

Eh, und auch die Trockenlegung (fast) aller Sümpfe zum Siedlungsbau.

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Darukhnarn 7 points 3 years ago

Die Aussage lässt sich so nur für historische Aubereiche treffen. Das ist was den Rhein angeht ein ca. 30km breiter Streifen rechts und links davon.

Wesentlicher für die geringen Infiltrationsraten sind die über die Fläche verteilten Entwässerungssysteme historischer Flächennutzungen. Im Wald und in der Landwirtschaft sorgen diese für einen kanalisierten Wasserabfluss entlang von Senken, welche dann auch ein höheres Hochwasserrisiko für die nachfolgenden Flächen bedeutet. Durch die forcierte Austrocknung der Fläche kommt es ebenso zu einem gestiegenen Oberflächenabfluss, da das Bodengefüge durch Trockenheit, Übernutzung und Befahrung meist soweit verdichtet ist, dass die Infiltrationskapazität ebenso abgesunken ist.

Was uns also hilft ist renaturierung auf der Fläche und vor allem Wiedervernässung von Böden.

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abertausend 2 points 3 years ago

Wieso war das Grundwasser dann im Jahr 2000, 1980 oder 1960 noch kein Problem? Da gab es auch begradigte Flüsse.

Andersrum gefragt: Der flächendeckende Grundwassermangel ist erst in den letzten Jahren in der Diskussion. Wenn deine Behauptung stimmt, müssten ja in den letzten 20 Jahren massiv umd flächendeckend Flüsse begradigt worden sein. Welche?

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gandalf_der_12te 1 point 3 years ago

Guter Punkt. Weiß ich nicht.

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gajustempus 5 points 3 years ago

ist auch EIGENTLICH naheliegend, denn staubtrockener Boden nimmt so gut wie gar kein Wasser auf und kann das Wasser auch nicht im Geringsten halten.

Wer eine Gardena-Gartenbewässerung hat, merkt das btw. im Kleinen daheim: Das Ding schaltet nämlich die Rasensprenger nur kurz für eine Minute an, wartet dann eine halbe Stunde, ehe die EIGENTLICHE Bewässerung anfängt. Grund: Der Boden muss erst leicht feucht sein, ehe er die eigentliche Bewässerung aufnehmen kann. Andernfalls hat man Pfützen, Lachen, und anderes Oberflächenwasser, das schnell verdunstet oder wegfließt, statt an den Wurzeln der Pflanzen anzukommen.

Ist mit Regen jeglicher Art ähnlich. Sturzbachähnliche Regenfälle bringen genau gar nix, wenn es Tage, Wochen und Monate zuvor zu trocken war. Außer natürlich Hochwasserwellen zu bringen, die dann Täler überspülen

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Wirrvogel 4 points 3 years ago

Das Wasser ist überwiegend an der Oberfläche abgelaufen.

Mag jetzt blöd klingen, aber wenn nur Wasser abläuft, ist das nicht das Schlimmste. Leider läuft auch guter Mutterboden mit ab und von dem haben wir bereits zu wenig. Darüber hinaus werden auch Düngemittel in die Gewässer geschwämmt, die dann erhebliche Probleme mit Algen bekommen und kippen, um so schneller, wenn sie zu warm werden.

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gamey 3 points 3 years ago

Ich glaube das könnte hier in Österreich anders sein, ihr drocknet aus und wir saufen ab, schöne heile Welt!

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DrM 19 points 3 years ago

Starkregen hilft dem Grundwasser nicht. Dauerregen ist das einzige was da hilft, Starkregen fließt nur ab und verdunstet.

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gamey 3 points 3 years ago

Was ist mit einer Kombination?

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DrM 9 points 3 years ago

Dauerregen um wirklich zu helfen sind Monate, keine Tage oder Wochen. Klar, ein paar Wochen Dauerregen helfen auch etwas aber wenn es zwei Wochen regnet und dann wieder einen Monat nicht bleibt das Grundwasser weg. Was der Boden braucht ist ein Sommer an dem es nur an sehr wenigen Tagen sonnig ist

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hh93 6 points 3 years ago

Das überfluten ist doch genau ein Symptom davon dass die Böden zu trocken sind

Wird in Zukunft halt nur noch heftiger werden

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gamey 2 points 3 years ago

Naja, in Österreich ist es bei weitem nicht so schlimm wie in Deutschland und die Überflutungen waren eindeutig einfach weils in einigen Gegenden die Regen Rekorde gebrochen hat aber im Prinzip hast du damit schon recht.

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k1849ggpo 3 points 3 years ago

ich hab mal bei meiner Stadtverwaltung nachgefragt, was die da machen. Anscheinend wird probiert, so viel Regenwasser wie möglich ortsnah zu versickern, Klärwasser wird aber in den nächsten Fluss gekippt statt erst im Boden versickern zu dürfen. Finde ich ehrlich gesagt einfach nur verschwendet

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dach
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