Lars Klingbeil im Sommerinterview bei Sat.1: Jetzt wählt der letzte Arbeiter AfD
19 hours ago by SapphireSphinx to c/dach
[...]
Man ärgert sich über das Kopfnicken des Moderators, man ärgert sich über seine professionelle Freundlichkeit. Denn eigentlich ist dieses Interview ein Hohn, eine Parodie auf das, was politisches Fernsehen eigentlich tun sollte: nämlich in irgendeiner Form zur Meinungsbildung der Zuschauer beizutragen. Diese halbe Stunde trägt dazu genau gar nichts bei – man ist sogar versucht zu sagen: Sie zieht die Bilanz ins Negative.
Dass Klingbeil dann am Ende ernsthaft noch den abgedroschensten aller Phrasensätze sagt – „Ich will den Sozialstaat fit für die Zukunft machen“ – dazu fällt einem dann nichts Weiteres mehr ein als die traurige These, dass nun wohl auch noch der letzte Arbeiter die AfD wählen wird. Jedenfalls, wenn er sich dieses Sommerinterview angesehen und damit um einen der vielleicht vorerst letzten schönen Sommerabende gebracht hat.
was heißt da bitte, die Linke würde nicht gewählt? die haben doch in den letzten jahren deutlich zugelegt.
edit:
halt, warte mal. du hast schon recht. ich weiß nicht wieso ich das so im kopf hatte. habe gerade die zahlen kontrolliert und die stagnieren seit ca. 2005 zumindest auf bundesebene so dahin:







interessant.
Nö, dann würde medial einfach sofort ein anderes Thema gewählt und 24/7 darauf herumgeritten, wieso das die Linken unwählbar macht.
Wann hast du bitte im medialen Mainstream das letzte Mal von tatsächlicher linker Politik gehört? Es wird ein Thema gewählt (NATO!! Identitätspolitik! Ukraine! Enteignung!), ad adsurdum vereinfacht und zum einzigen Punkt hochstilisiert, und dieses ersetzt dann jede inhaltliche Diskussion.
Nein, es hilft nicht, sich einfach mal zu positionieren oder endlich mal besser zu kommunizieren. Wenn du nicht Rechts bist, werden die Massenmedien stattdessen etwas anderes über dich berichten. Die Linke könnte geschlossen dein Wunschstatement veröffentlichen und wir würden öffentlich stattdessen über die Gegenposition irgendeines lokalen Hinterbänklers reden und warum das die Linken unwählbar macht,
Finde ich persönlich immer richtig weird.
"Ja, wir könnten hier ein Zauberwunderland aus Solidarität und Nächstenliebe haben, aber geht leider nicht, weil Ukraine. Stattdessen wähle ich neoliberalen Sozialabbau und Gruseligkeit, dafür behaupten die dann, dass sie die Ukraine unterstützen und tun es trotzdem nur halbherzig"
Irgendwie komisch. Aber wie ein anderer Kommentar schrieb, selbst wenn die Linke ihre Werte aufgäbe, wäre die rote Linie eine andere. Dann ist der Vermögensteuerspitzensatz von 15% zu hoch und man kann sie nicht wählen, oder irgendwas diffuses mit Israel und Gaza und man kann sie nicht wählen usw.usf.
Die Linke hätte deutlich mehr Chancen wenn sie sich eindeutig für die Ukraine positionieren.
ich sehe da nicht genug beweis dafür. gibt es entsprechende statistiken?
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Die SPD müsste sich 100% hinter einer Vermögenssteuer schmeißen und es zum Thema numero uno der Partei ind des Landes machen. Die taumeln jetzt einfach do dahin, ohne Richtung, ohne Elan, ohne Willenskraft. Das ist doch nicht wählbar.
Kein Wunder dass Arbeiter diese Partei ichr mehr wählen wollen. Sie haben keinen Fahnenträger der alle in eine Raserei setzen kann und tumultartige Szenen mit seinen Worten herbeirufen kann. Da sitzt nur eine fetter Kerl an der Spitze der sagt "es kann nicht besser, genügt euch damit".
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