Friedrich Merz kritisiert hohen Krankenstand in Deutschland: »Wirklich notwendig?«
9 months ago by SapphireSphinx to c/dach
Spannend. Mir hat meiner eine Glasflasche, Brennspiritus, ein Stück Stoff und ein Feuerzeug in die Hand gedrückt.
Oh Gott, nein. Weg damit!
Das macht die Sache natürlich kompliziert, wenn man die Menschen ganz offen hasst, die einen am Ende wählen sollen... Andererseits, habt ihr eigentlich ein eigenes Flugzeug? Na also, was erwartet ihr dann?
Aber es ist doch offensichtlich so das mehr als genug in der Mittelschicht ein Privatflugzeug haben. Gut es ist aus einem Blatt Papier gefaltet weil ein echtes zu teuer ist aber sie haben eins...
Was erwartet man von jemandem der Menschen verachtet die weniger haben als er weil die sind ja nur faul und ständig krank. Und er ist ja "nur obere Mittelschicht". Und dabei gut ignoriert das der normalo heutzutage kaum noch in der Lage ist sich eine Wohnung zu leisten.
Man wird ja auch den Spitznamen fotzenfritz in der Kindheit nicht von ungefähr bekommen haben. War eben wahrscheinlich schon immer so ein arschloch.
Menschen wählten schon immer diejenigen, von denen sie verabscheut wurden.
Aber ich bin doch ein nur kurzfristig in Armut gefallener Multimillionär! /s
Arbeitgeber hier. Nicht unser Populismus. Wir finden das auch scheiße, wer krank ist, soll Zuhause bleiben und nicht alle anderen arbeitsunfähig machen.
Arbeitgeberverbände hier. Warum seid ihr dann Mitglieder und gebt uns Geld, damit wir Populismus wie diesen (z.B. Abschaffung der Lohnfortzahlung und Verbot von telefonischer Krankschreibung) machen, bzw. Politiker bestechen ihn zu machen?
(Die Antwort ist, dass Arbeitgeber viel sagen, wenn der Tag lang ist, aber sich keine Gelegenheit entgehen lassen auf Arbeitnehmer draufzuhauen, wenn es auch nur einen Cent mehr Gewinnspanne verspricht. In diesem Beispiel ist krank zur Arbeit kommen direkt schlecht für sie, wenn dann mehr Leute kostspielig ausfallen. Aber wenn man jetzt Gesetze hätte, damit man entweder Alle zwingen kann krank zur Arbeit zu kommen, der Ausfall keine Kosten verursacht, man kranke beliebig entlassen könnte, oder am Besten alles das auf einmal, dann sieht plötzlich die Position der Arbeitgeber anders aus.)
Nein, die Antwort ist, dass ihr nur DEN Arbeitgeber kennt und uns alle in einen Topf werft. Klar, dass dann nur ein homogenes Feindbild entstehen kann, ist auch einfacher, aber ich sag's dir, wie es ist: von diesem Lobbyismus profitiere ich null.
Das mag schon sein, ich kenne dich nicht und will dir hier nichts unterstellen. Nichtsdestotrotz sind die Anreizstrukturen für Arbeitgeber die, den Schutz ihrer Arbeitnehmer zum eigenen Profit zu reduzieren. Und je mehr Gewinn das verspricht, desto mehr geben sie aus um die Politik und den Diskurs dahingehend zu manipulieren.
Und da ist was du sagst halt einfach falsch. Natürlich profitierst du von diesem Lobbyismus, wie könntest du nicht? Das kann dir zuwider sein, weil du (noch) Integrität und Anstand hast, und evtl. nur ein Kleinunternehmer bist, der tatsächlich selbst noch mitarbeitet und damit noch nicht komplett mit deinen Arbeitnehmern entsolidarisiert bist. Aber lass dir Zeit. Entweder macht dich der Erfolg (unter anderem auf Basis von arbeitgeberfreundlichen Gesetzen) auch zu einem von "denen", deine Firma geht pleite, oder wird von einem größeren Unternehmen verschluckt, das diesen Lobbyismus macht und begrüßt.
Der einzige Ausweg ist keine Arbeitgeber (mit Profitdenken) mehr zu haben (i.e. Kooperativen, Genossenschaften und Staat), andernfalls werden die herrschenden Anreizstrukturen immer dazu führen, dass Arbeitgeber (als Klasse) gegen das Wohl ihrer Arbeitnehmer agieren.
Ich muss zugeben, dass ich zuerst auch die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung in Verdacht hatte. Und ich kenne EINEN konkreten Fall bei mir in der Arbeit, bei der der Kollege zugab diese Form hin und wieder auszunutzen. Aber lt. Statista wird wohl ein anderer Grund vermutet:
...So erklärt die DAK den sprunghaften Anstieg des Krankenstandes in erster Linie mit einem statistischen Effekt im Zuge der neuen elektronischen Erfassung von Krankschreibungen (eAU) spätestens seit 2022. Mussten Versicherte zuvor ihre Krankschreibung selbst bei den Krankenkassen einreichen, wird diese jetzt elektronisch von den Arztpraxen übermittelt, was eine deutlich genauere Erfassung zur Folge hat...
Ich hab früher auch immer angenommen, dass die Krankenkasse das ja weiß, weil es der Arzt verordnet und der meine Karte hatte. Ich hab das erst kurz vorher angefangen als ich wegen einer Phase mit viel Papierkram die App der Krankenkasse installiert hatte und darüber drauf gestoßen bin, dass ich das hätte melden sollen...
Also die Barmer hat sich auch vor der elektronischen Erfassung immer in der App bei mir gemeldet, dass eine Krankschreibung eingegangen ist.
Zumindest bei mir ging das also auch immer ohne.
Dann war das vermutlich ein Service deiner Arztpraxis. Ich hatte (ebenfalls vor der elektronischen Meldung) ne längere Krankheitsphase inkl. Krankengeld und musste deswegen immer nachweisen, dass ich immer noch krank bin. Bei dem einen Arzt haben die das selber an die Kasse geschickt, aber als ich die Praxis gewechselt hab, musste ich das dann selber machen.
War immer ne Rennerei. Diese elektronische Meldung ist ein Segen.
In der Regel ist das für den ansonsten gesunden Arbeitnehmer, der mal ne Woche wegen Schnupfen krankgeschrieben ist und dann wieder zur Arbeit geht auch egal, ob die Kasse das jetzt erfasst hat oder nicht. Aber wenn dann - wie bei mir - was längerfristiges draus wird und es um die Lohnfortzahlung und Krankengeld geht, oder am Ende gar die Berufsunfähigkeitsversicherung einspringen muss, dann hat das Auswirkungen, dass das von Anfang an lückenlos dokumentiert sein muss.
Ich auch nicht. Ich dachte auch das passiert automatisch. Warum sollte ich die auch extra dahin schicken?
Korrigiert mich wenn ich falsch liege. Aber die Notwendigkeit die Meldungen abzugeben bestand darin dass nach 6 Wochen die KK die Lohnfortzahlung übernimmt. Dafür muss sie aber wissen dass du bereits 6 Wochen mit der gleichen Krankheit ausfällst. Ich gestehe auch, ich hab das nie gemacht. Hat auch niemanden interessiert.
Blöde Frage am Rande aber müssten die Unternehmen denn nicht selbst am Besten wissen ob die Zahlen denn wirklich steigen? Wieso äußert man sich da nicht? Oder geht das in meiner Bubble unter.
Unternehmen sind ja anscheinend genau die, die wollen, dass Leute krank zur Arbeit gehen. Für logische Argumente wie "dann stecken sie ihre Kollegen auch an" haben sich Unternehmer noch nie interessiert.
Naja, wenn ich mich richtig an die Statistik erinnere, ist die Mehrzahl der Krankschreibungen in Deutschland nicht durch ansteckende Krankheiten bedingt, sondern durch so Sachen wie reumatische Erkrankungen und psychologische Dinge. Typische Zeichen einer alternden und auch sonst problematischen Gesellschaft die eigentlich nur duch Arbeitszeitreduktion gemildert werden könnte.
Teil des Problems ist hier, dass immer noch viel zu viele mit ansteckenden Krankheiten zur Arbeit gehen, das ist so tief drin dass es teilweise sogar gegen die expliziten Wünsche der Vorgesetzten geschieht (eher nicht die Mehrheit der Vorgesetzten, aber auch Chefs sind kein Monolith).
Nichtansteckende Krankheiten sind natürlich auch ein großes Problem. Ich bin ja selbst wegen Krankheit langfristig arbeitsunfähig.
Vor allem geht vieles oder alles an der Merz'schen Bubble vorbei. Auch wenn sich jene mit Expertise äußern.
Wo soll man sich als Unternehmen äußern? Wo würde die Presse das aufgreifen und wo würden wir das (sonst) irgendwie mitbekommen?
Merz labert scheisse. Presse druckt es ab. Hinterfragt und mit Kontext bzw anderen Meinungen gespickt wird es in der Nachrichtenpresse eher selten / bei nur wenigen Nachrichtenmedien.
Ach hat er schnell mal seinen Dr.med. gemacht? Ne? Nur ein Dummschwätzer? Ja der Trottelkanzler halt.
Vielleicht ist er selbst Mitverursacher des Problems. Ein Gedankenspiel: Max Mustermann hört immer wieder von Merz und aus Medien die darüber berichten, dass er sich nicht krankmelden soll wenn er krank ist. Max fährt nun krank mit Bahn und Bus zur Arbeit, wobei er potenziell weitere Menschen anstecken kann. Max ist dann krank bei der Arbeit und steckt dort potenziell ebenfalls weitere Menschen an. Dadurch sind aus einem Krankheitsausfall wahrscheinlich mehrere geworden, die wieder das Potential haben weitere anzustecken. Je öfter Merz diesen Mist wiederholt, desto mehr Max Mustermanns wird es geben, die krank zu Arbeit gehen, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen, umso mehr Krankheitsfälle wird es geben.
Mal von den ganzen Mustermanns abgesehen, die explizit von ihren Chefs unter Druck gesetzt werden, krank zur Arbeit zu gehen.
Trickle down funktioniert!1 /s
Haben wir ja auch nicht, jedenfalls nicht die, die Entscheidungsgewalt haben. Ausnahmen gibt es natürlich selbst bei Managern, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich in der Breite wirklich was verändert hat.
Wie dieser Mann einem immer das Gefühl gibt nicht genug zu sein. Gut gemacht /s
Im Ernst, das so ekelhaft. Wenn ich mit Freunden über das Thema rede, dann kommt immer, dass sie inzwischen es nicht einsehen sich auch noch Krank den Arsch auf zu reißen. Die Arbeitsbedingungen sind so schon an der Grenze der Belastung, wieso dann noch Krank das ganze mit machen.
Ich hab das Glück, dass mein Arbeitgeber erst ab dem dritten Tag eine AU fordert. Ich sehe das nämlich genauso wie du - lieber einen Tag auskurieren und langsam machen. Oft reicht das schon und wenn ich an dem Tag dann noch bei zig Ärzten wegen einem spontanen Termin für die AU Anrufen müsste und damit Stress hab (oder halt auf Arbeit einfach durchpowere), fall ich Zweifel länger aus...
Nehmt euch ma ein Beispiel. Der Mann hat seit Monaten chronische Ideenlosigkeit und lässt sich trotzdem jeden Morgen ins Büro fahren.
Wie bei der deutschen Bahn. Ausgefallene Züge zählen nicht zur Verspätungsstatistik
Leider ist er nicht krank, obwohl ich ihm Siechtum wünsche. Der ist einfach nur ein asoziales Arschloch.
Merz geht den CxU-Weg: wenn man lange genug die Augen zumacht, ist das Problem bestimmt von allein gelöst.
Das "Warum" hat er sich schon selbst beantwortet.
Alles strunzfaule, freche, dumme Arbeitsverweigerer!
Der Krankenstand ist in Deutschland tatsächlich relativ hoch. Die Lösung ist allerdings nicht krank zur Aebeit zu gehen sondern gescheite Investitionen und gute Konzepte für Prävention und Gesundheitsförderung
z.B. indem Gesundheit schon in der Schule fest verankert wird. Und etwa mehr Kassenplätze für Psychitherapeut:innen sowie natürlich mehr Geld für die Kommunen, dass die lokale Programme jnterstützen kömnegn
Aber wie soll sich Fritze dann als männlicher Mann mit starker Hand profilieren um noch mehr Wähler zu den Nazis zu treiben? "There is no glory in prevention" gute Politik wird nicht gefeiert, gehypt oder geklickt. Daher verkauft es sich nicht gut und deswegen wird es von den Medien nicht berichtet. Leider denkt ein großer Teil der Politikys "Aufmerksamkeitsökonomie gewinnen = guten Job machen". Klar hilft Bekanntheit Wahlen zu gewinnen. Wäre nur schön würde gute Politik Bekanntheit bringen..
Dieser Merz hat genug Vermögen, dass er es sich (wenn er wollte) leisten könnte, sein ganzes Leben keiner Erwerbsarbeit mehr nachzugehen, oder täusche ich mich da?
bin ich nicht krank lässt mich das kranke system nicht sein wie ich bin
Gut. Fursland?
Hat sich eigentlich weiter erhärtet, dass das Coronavirus anscheinend das Immunsystem schwächt? Irgendeine Ursache muss es ja haben, dass es seitdem Krankenstände wie nie und Infektionswellen im Sommer gibt....
Wir haben mit Corona (das ja immer noch da ist, wenn auch selten tödlich) eine Erkältungskrankheit mehr.
Die Bevölkerung wird immer älter im Schnitt
Psychische Erkrankungen nehmen zu
Hohe Arbeitslast führt zu Überlastung (z.B. Pflege, soziale Berufe)
Durch die elektronische Krankschreibung sinkt die Dunkelziffer von Erkrankungen
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